Demografischer Wandel als Ursache des Fachkräfte­mangels

Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen mit schlechten Voraussetzungen

Wenn die Nachfrage der Wirtschaft nach qualifizierten Fachkräften über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend abgedeckt werden kann, dann bezeichnet man diese Situation als Fachkräftemangel. Eine Ursache für dieses Ungleichgewicht am Arbeitsmarkt kann im demografischen Wandel und dem damit einhergehenden Rückgang des Angebotes an Fachkräften gesehen werden.

Bei einer genaueren Betrachtung der demografischen Veränderungen, die Einfluss auf das Angebot an qualifizierten Arbeitskräften haben können, zeigen sich auf regionaler Ebene starke Unterschiede. Vergleicht man die Altersstruktur und Wanderungsbewegungen der Bevölkerung, so kristallisieren sich auf Ebene der Bundesländer klare Gewinner und Verlierer heraus. Berlin und Hamburg belegen die Spitzenplätze, während Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen die Schlusslichter markieren.

Obige Visualisierung stellt das Ranking der Bundesländer für die Kriterien relativer Wanderungssaldo und Alter der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter dar. Der relative Wanderungssaldo setzt die Anzahl der Zu- und Abwanderungen ins Verhältnis zur Einwohnerzahl des Bundeslandes am Ende eines Jahres. Berücksichtigt werden hier sämtliche Zu- und Fortzüge über die Grenzen der Bundesländer. Bei der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter handelt es sich um den Teil der Einwohner des Bundeslandes, die mindestens 15 und höchstens 64 Jahre alt sind.

Geht man davon aus, dass sich die Bevölkerung der Bundesländer in den nächsten Jahren ähnlich entwickelt wie in der Vergangenheit, dann bilden Wanderungssaldo und Durchschnittsalter der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter einen guten Indikator für die in Zukunft zu erwartende Entwicklung des Fachkräftemangels. Gibt es keine anders gerichteten Tendenzen, dann ist anzunehmen, dass sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Bezug auf den Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen verschärfen wird. Diese drei Bundesländer werden im Vergleich zu den restlichen Bundesländern zusätzliche Maßnahmen ergreifen müssen, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und bestehenden Unternehmen wie neu anzusiedelnden Arbeitgebern adäquate Rahmenbedingungen bieten zu können.

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